Startseite Blog Käsekrainer im Test – Wie gut sind die Grillwürste?

Käsekrainer im Test – Wie gut sind die Grillwürste?

von Österreich Spezialitäten
Käsekrainer Test

Die Käsekrainer – österreichische Erfindung und beliebteste Grillwurst in Österreich. Grillduft in der Nase und eine saftige Käsekrainer auf dem Teller. Das versteht die Mehrheit der Österreicher unter einem sommerlich-kulinarischen Erlebnis. Der Verein für Konsumenteninformation hat gemeinsam mit AMA-Marketing 28 verpackte Käsekrainer auf Zutaten, Geschmack und Keime untersucht. Darunter 6 Puten-Käsekrainer, 5 Bio-Produkte und 9 Würstel mit dem AMA-Gütesiegel.

Große Preisunterschiede bei Käsekrainern im Supermarkt

Die Beliebtheit der Grillwurst spiegelt sich auch im Käsekrainer Angebot in den Supermärkten wider. Käsekrainer sind ein typisch österreichisches Produkt und speziell in der Grillsaison sehr beliebt. Jede Handelskette führt zumindest einen Artikel dieses Klassikers, oft sogar mehrere. Im Käsekrainer Test wurden nur verpackte Produkte überprüft, denn Grillwürste werden (leider) immer seltener beim Fleischhauer gekauft. Etwas mehr als 20.000 Tonnen Würstel wurden im Jahr 2017 im Lebensmitteleinzelhandel laut RollAMA-Marktforschung gekauft, der Anstieg im zweiten Quartal eines jeden Jahres zeigt die Bedeutung fürs Grillen.

Unter den 28 Testkandidaten finden sich auch:

  • 6 Puten-Käsekrainer
  • 5 Bio-Produkte
  • 9 Würstel mit dem AMA-Gütesiegel: Bei diesen Produkten müssen das Fleisch und der Käse aus Österreich kommen. (Ab 2020 gilt eine neue EU-Verordnung. Nimmt das Verpackungsdesign oder ein Text auf dem Lebensmittel Bezug auf eine bestimmte Region, muss die Hauptzutat von dort stammen. Wird diese Voraussetzung nicht erfüllt, muss die tatsächliche Herkunft angegeben werden. )
  • Unter allen Produkten finden sich 5 aus biologischer Landwirtschaft

Die Preise für die Käsekrainer variieren stark: Von 5,85 bis 16,63 Euro pro Kilogramm reicht die Palette. Der Verkaufspreis ließ keine Rückschlüsse auf die Platzierung zu. So war etwa das teuerste Würstel der Kategorie Puten-Käsekrainer am schlechtesten gereiht. Ein Punktesieger der klassischen Käsekrainer hingegen war einer der günstigsten.

Original Käsekrainer bestehen aus Rind- und Schweinefleisch oder nur aus Schweinefleisch

Klassischerweise besteht die Käsekrainer aus Rind- und Schweinefleisch oder nur aus Schweinefleisch. Zusätzlich kommen noch Speck, Salz, Gewürze und Käse dazu, meistens Emmentaler. Hier überrascht es nicht, dass die Würste zu den deftigen Speisen in Österreich zählen. Dennoch gibt es im Energiewert große Unterschiede. Die „leichtesten“ Würste lieferten 174 Kilokalorien pro 100 Gramm, die „schwersten“ gleich 388 Kilokalorien. Tipp: Wer es lieber sommerlich-leicht mag, sollte zu Puten-Käsekrainern greifen, diese enthalten deutlich weniger Fett und damit auch deutlich weniger Kilokalorien.

Auch in der Größe unterscheiden sich die Würstel im Test enorm. Die kleinsten Käsekrainer wogen nur 30 Gramm, die größten mit 170 Gramm fast sechsmal so viel.

Hohe Qualität der Grillwürste festgestellt

Bei der Käsekrainer Verkostung vergaben die Experten an 5 Produkte die volle Punkteanzahl. Die Laienverkoster waren laut VKI mit ihrer Begeisterung etwas zurückhaltender. So notierten einige Prüfer „Versalzen, Haut kaum zu beißen“ in das Testprotokoll.

Alle Proben wurden im Labor physikalisch-chemisch analysiert. Dabei war zu erkennen, dass die Zusammensetzung der angegebenen Inhaltsstoffe den Tatsachen entsprach. Die mikrobiologische Untersuchung zeigte jedoch, dass bei zwei Käsekrainern Verbesserungsbedarf bestand, eine wegen krankmachender Keime nicht mehr genusstauglich war. Sie hätte nicht mehr verkauft werden dürfen.

Fazit: Käsekrainer auch für Gesundheitsbewusste

Das beruhigende Resümee auch für Gesundheitsbewusste vom VKI: Hin und wieder kann durchaus sorgenfrei eine gegrillte Käsekrainer genossen werden. Von 28 Testkandidaten bekamen

  • 15 ein gschmackiges „sehr gut“: Holzbauer, Ein gutes Stück Heimat,  Ich bin Österreich, Radatz, Schirnhofer, Zurück zum Ursprung, Ja! Natürlich, Kletzl, Wiesentaler, Transgourmet Economy, Greisinger, Josef Gissinger
  • 8 ein „gut“
  • 4 wurden als durchschnittlich eingestuft
  • Das zu stark mit Keimen belastete Produkt von Clever musste sich mit „nicht zufriedenstellend“ abspeisen lassen.

Tipps zum Käsekrainer-Kauf & Zubereitung

  • Ein Blick auf den Preis lohnt: Erstklassige Käsekrainer gibt es auch um wenig Geld.
  • Auf die Herkunft achten: Eine Herkunftsgarantie für verarbeitete heimische Rohstoffe wie Fleisch und Käse gibt es bei Produkten mit einem AMA-Siegel. Dieses schreibt auch einen niedrigeren Kollagenwert als wichtigen Qualitätsindikator vor.  Je niedriger der Wert, desto mehr wertvolles Muskelfleisch kommt zum Einsatz.
  • Käsekrainer können gekocht, gebraten oder gegrillt werden. Je nach Vorliebe auf Senf, frisch geriebenen Kren oder Ketchup nicht vergessen.
  • Käsekrainer richtig braten: Mit etwas Fett einstreichen und mit einer (Spick-)Nadel anstechen. Während des Bratens noch einige Male wiederholen. Sobald die Wurst heiß genug ist, tritt der Käse aus und bildet eine Kruste. Die Wurst sanft weiterbraten, aber nicht mehr wenden.
  • Käsekrainer nicht zu oft auf den Rost legen: Der Großteil der untersuchten Käsekrainer enthält Pökelsalz bzw. Natriumnitrit. Beim Grillen besteht damit die Gefahr, dass sich Nitrosamine bilden, die krebserregend sind.

Link

konsument.at

Ähnliche Artikel

Hinterlasse einen Kommentar