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Wo gibt es die besten Faschingskrapfen zu kaufen?

von Österreich Spezialitäten
Faschingskrapfen Test
In der Faschingszeit sind Faschingskrapfen in aller Munde. Krapfen kann man zwar über das ganze Jahr kaufen, aber der Fasching ist und bleibt die Hochsaison für die süße Backware in Österreich. Viele sind überzeugt: Selbst gemachte Krapfen sind die besten! Aber wer gerade einen Gusto hat und sich schnell einen Faschingskrapfen kaufen möchte, fragt sich öfters: Wo gibt es die besten Faschingskrapfen in Österreich zu kaufen? Im Supermarkt oder bei der Bäckerei?

Der Verein für Konsumenteninformation hat die beliebten Krapfen in einem Test unter die Lupe genommen. 13 Faschingskrapfen in der gängigsten Variante – mit Füllung aus Marillenmarmelade – wurden untersucht. Im Test waren Proben aus Supermärkten, Diskontern und Bäckerei-Filialen inklusive einer Vollwertbäckerei.

  • Der Preis des günstigsten Krapfens lag in diesem Jahr bei 0,28 Euro.
  • Der teuerste Faschingskrapfen kostete 1,60 Euro.

Alle Proben wurden vom VKI  im Labor auf den Zucker- und Fettgehalt untersucht, eine Verkostung wurde durchgeführt und die Kennzeichnung wurde überprüft. Die Füllmenge der Marmeladen als wichtiger Bestandteil der Faschingskrapfen wurde gemessen und die Herkunft der Zutaten bei den Herstellern erfragt.

Ergebnis vom Faschingskrapfen-Test im Detail

Bei der Verkostung wurden Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz der Krapfen bewertet. An den meisten Produkten gab es laut VKI nichts auszusetzen. Zwei Proben kamen bei den Testessern nicht ganz so gut an: Der Krapfen von Der Mann schmeckte den Verkostern zu stark nach Rum. Der Krapfen von der Bäckerei Schwarz war ihnen zu fettig.

  1. Am besten abgeschnitten hat der Krapfen von Hofer (Gutes vom Bäcker). Mit einem Preis von 0,32 Euro war dieser Krapfen auch einer der preiswertesten im Faschingskrapfen-Test.
  2. Die Faschingskrapfen von Billa folgten dicht auf, mit zwei Punkten weniger. Dafür mit etwas mehr Marmelade und bisschen weniger Fett als der Testsieger.
  3. Die Marillenkrapfen von der Bäckerei Gradwohl liegen gleichauf wie der Zweitplatzierte, hatten im Labor sehr gute Werte, waren mit 1,60 € pro Stück aber auch die teuersten im Test.

Bei der Laboruntersuchung zeigte sich ein nicht ganz so positiv Ergebnis

  • Der Vergleich von deklarierten Nährwertangaben mit den im Labor ermittelten Werten zeigte, dass die Backwaren tendenziell deftiger waren als angegeben. Im Falle der Probe von Interspar wurde der deklarierte Wert immerhin um 147 Prozent überschritten.
  • Bei den Zuckerwerten gab es große Unterschiede zu den Nährwertangaben: Bei der Probe von Felber war der Zuckergehalt mit 17,4 Prozent fast dreimal höher als im Internet angegeben.

Gut für die Käufer – die Mindestmenge für die Marmeladenfüllung wurde von keinem Hersteller unterschritten.

Herstellung und die Herkunft der Krapfen

Faschingskrapfen vom Bäcker

Faschingskrapfen mit viel Staubzucker vom Bäcker. In Deutschland werden die Krapfen übrigens als Berliner bezeichnet.

Laut Angaben der Produzenten wurden überwiegend österreichische Rohwaren verwendet und die Krapfen auch in Österreich erzeugt. Bei Anker jedoch stammten die Zutaten großteils aus Deutschland oder anderen EU-Ländern. Die Krapfen im VKI-Test wurden dabei in Deutschland hergestellt und tiefgekühlt an die österreichischen Filialen geliefert. Anschließend wurden diese aufgetaut. Leider erfahren Kunden darüber nichts, weil die Krapfen nicht als aufgetaut deklariert sind. Auch Ströck verkauft bei großer Nachfrage aufgetaute Krapfen, ohne sie als solche zu kennzeichnen.

Im Gegensatz zur Bäckereibranche, ist es in Supermärkten nicht unüblich, dass Krapfen aufgetaut werden. Das ist dann jedoch im Normalfall auch auf der Verpackung angegeben. Zwar gibt es auch dort Ausnahmen, wie beispielsweise den Hersteller der Krapfen von Billa Mehlspeis Paradies, aber die meisten Hersteller bzw. Anbieter stehen erfreulicherweise dazu, aufgetaute Ware zu verkaufen oder bieten sie eben frisch an.

erklärt Nina Siegenthaler, Projektleiterin im VKI.

Hier wurden die Faschingskrapfen für den Test gekauft

  • Hofer (Gutes vom Bäcker): 0,32 € / Stück
  • Billa (Mehlspeis Paradies): 0,99 € / Stück
  • Gradwohl: 1,6 € / Stück
  • Merkur (Immer gut): 0,42 € / Stück
  • Anker: 1,15  € / Stück
  • Der Mann: 1,15  € / Stück
  • Groissböck: 1,30  € / Stück
  • Penny: 0,3  € / Stück
  • Ströck: 1,15  € / Stück
  • Felber: 1,2  € / Stück
  • Lidl (Omas Backstube): 0,28  € / Stück
  • Interspar (Backstube Das Mehr an Geschmack): 0,74  € / Stück
  • Bäckerei Schwarz: 1,3  € / Stück

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