Tiroler Spezialitäten

Berge Tirol

Das österreichische Bundesland Tirol ist im Sommer und im Winter eine Reise wert. Hier locken die Gipfel der Alpen, der Achensee als größter See der Region und wunderschöne Landschaften und Panoramaausblicke. Die Einheimischen empfangen ihre Gäste mit der ihnen eigenen Herzlichkeit. Zum Reisevergnügen in Tirol gehören natürlich auch die kulinarischen Spezialitäten.

Die berühmten Tiroler Spezialitäten

Landschaft Tirol
Die Tiroler Berge – weltweit bekannt

Zur Kulinarik des österreichischen Bundeslandes gehören vor allem deftige Gerichte wie die Kaspressknödel, Speckknödel, das Tiroler Gröstl oder Kasspatzn. Nach einem Tag mit viel Bewegung an der frischen Luft lässt man sich die Tiroler Spezialitäten besonders gern schmecken. Als Jausenzeit (oder Brotzeit für deutsche Gäste), die in der Region Marend heißt, wird in privaten Haushalten, im Gasthaus und auf der Alm eine Brettljause serviert. Auf dem Brettl werden kalter Schweinebraten, Schmalz, Speck, Kaminwurzen und Käse angerichtet. Dazu gibt es geriebenen Meerrettich und ein kräftiges Bauernbrot.

Doch auch Mehlspeisen spielen in der Küche eine besondere Rolle. Einheimische und Gäste essen gern Moosbeernocken, Apfelradln oder Strauben. Den höchsten Bekanntheitsgrad hat natürlich der Kaiserschmarren. Das Kochen und Backen der Tiroler Spezialitäten wird sehr gepflegt. Die Rezepte von dem, was man heute noch essen kann, sind oft schon Hunderte Jahre alt. Für die leckeren Köstlichkeiten wird das verarbeitet, was in der Region produziert wird.

Köstliches aus der Tiroler Region

Um auch die nicht so bekannten Tiroler Spezialitäten kennenzulernen, lohnt es sich, eine Reise durch die einzelnen Regionen zu machen und überall auf der kulinarischen Route quer durch das Bundesland zu essen, zu probieren oder auch selbst einmal zu kochen.

Eine seltene Kulinarik: Die Brandenberger Prügeltorte

So kann man auf seiner kulinarischen Reise im Brandenbergtal die Brandenberger Prügeltorte kennenlernen. Diese gibt es hier seit Generationen bei allen Arten von Familienfesten. Ob zu Hochzeiten, Taufen, Jubiläen und anderen festlichen Anlässen macht man sich an die aufwendige Arbeit, ein solches kulinarisches Schmuckstück herzustellen.

Die „Torte“ ist ein innen hohler Gebäckring aus Butter, Zucker, Eiern und Mehl, aus dem ein sogenannter Eischwerteig hergestellt wird. Die Mengenverhältnisse der Zutaten sind so abgestimmt, dass jede Komponente den Gewichtsanteil der Eier hat. Der Teig wird an einem „Prügel“ über dem offenen Feuer gebacken. Dabei handelt es sich um eine Walze aus Holz, die mit Pergamentpapier umwickelt wird. Die Holzwalze wird auf einen Spieß gesteckt, mit Teig betropft und in der Küche über das offene Feuer gehalten. In dünnen Schichten wird so der Teig nach und nach auf das Backwerk aufgetragen und gebacken. Serviert wird die Spezialität traditionell mit einem Blumenstrauß. Sie schmeckt zu einer Tasse Tee oder Kaffee. Es passt jedoch auch ein Glas Weißwein zu dem Gebäck mit den typischen braunen Teigspitzen aus einer uralten Backtradition.

Osttiroler Schlipfkrapfen

Osttiroler Schlipfkrapfen
Osttiroler Schlipfkrapfen (oder auch Schlutzkrapfen genannt) mit zerlassener Butter und frischem Schnittlauch

Ein besonderer kulinarischer Leckerbissen sind auch die Osttiroler Schlipfkrapfen – mit Kartoffeln, Kräutern und Gewürze gefüllte Teigtaschen.