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Allerheiligenstriezel

Allerheiligenstriezel Rezept

von christina

Allerheiligenstriezel haben in den österreichischen Backstuben vor Allerheiligen Tradition. Der Striezel wird aus Germteig hergestellt, von Hand zu Zöpfen geflochten und vor dem Backen mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreut.

Allerheiligenstriezel

Allerheiligenstriezel

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Portionen: 2 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Bewertung: 4.7/5
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Zutaten

1 kg Weizenmehl
gestr. EL Salz
400 ml Milch
100 ml Wasser
50 g Germ
80 g Zucker
120 g Öl
100 g Rosinen
Öl zum Befetten des Bleches
Eiklar zum Bestreichen
evt. Hagelzucker oder Mandelblättchen zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Für den Striezelteig Milch mit Wasser in einem Topf auf max. 40° erwärmen.
  2. Die Germ in der Milch auflösen, eine Prise Zucker hinzugeben und etwas stehen lassen.
  3. Inzwischen Mehl mit Salz in einer Schüssel gut vermischen.
  4. Zucker zur Milch hinzufügen und verrühren.
  5. Die Milch zum Mehl geben und verkneten.
  6. Den Germteig kräftig durchkneten, das Öl etwas später hinzugießen.
  7. Die Rosinen zum Ende hin unterkneten.
  8. Den Striezelteig mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort eine halbe Stunde aufgehen lassen.
  9. Den Germteig zusammenkneten und halbieren. Jede Teighälfte in 3, 4 oder 6 gleiche Stücke teilen.
  10. Die Teiglinge rund schleifen und zu Strängen ausrollen.
  11. Aus den Strängen 3er, 4er oder 6er Zöpfe flechten.
  12. Die fertigen Striezel auf ein befettetes Blech legen, zudecken und nochmals aufgehen lassen.
  13. Den Backofen auf 200° vorheizen.
  14. Die Striezel mit versprudeltem Eiklar bestreichen. Wer möchte mit Mandelblättchen oder Hagelzucker bestreuen.
  15. In den vorgeheizten Backofen schieben. Auf 180° zurückschalten und ca. 35 bis 40 Minuten backen.

Mehr zu diesem Rezept

Der vermutlich erste Hinweis von Striezel stammt aus Saxen, Oberösterreich, in dem das Gebäck als „Heiligenstriezel“ bezeichnet wird. Damals hatte er noch eine einfache Form, wurde aber schon aus Weizen, Fett, Eier und Honig gemacht. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der einfache Striezel zum geflochtenem Zopf, zuerst mit zwei Strängen, dann drei, vier und so weiter.

Der Ursprung der Form vom Allerheiligenstriezel geht vermutlich auf die Haartracht der Frauen, dem Haarzopf zurück. Im alten Ägypten war es Brauch, dass die hinterbliebenen Witwen mit ihren Dienerinnen dem verstorbenen Gatten bei lebendigem Leib ins Grab folgten. Auch bei den Germanen wurde die Witwe mit ihren Dienerinnen bei lebendigem Leib auf dem Scheiterhaufen mit dem verstorbenen Gatten verbrannt, bis an die Stelle des blutigen Opfers das abgeschnittene Haar der Frau trat, welches dann auch schließlich durch ein Teiggebilde, das Zopfgebäck, abgelöst wurde, das den Verstorbenen als Grabbeigabe zuteil wurde.

Die Ablösung durch symbolische Teiggebilde gab es schon bei den Ägyptern, von welchen die Sitte auf die Griechen überging, sowie auf die Römer und dann auf die Germanen.

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