Oberösterreichische Spezialitäten

Oberösterreichische Spezialitäten

Österreichs viertgrößtes Bundesland gehörte einst zu den habsburgischen Erblanden „ob der Enns“ – davon leitet sich der Name Oberösterreich ab. Salzburg, ein eigenes Bundesland, wurde von 1814-1854 von der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz mit verwaltet. Das romantische Salzkammergut mit seinen fast siebzig Seen ist ebenso Teil Oberösterreichs, wie das berühmte Bad Ischl, wo einst Kaiser Franz Joseph sich mit seiner Sisi verlobte. Die Kulinarik Oberösterreichs ist so vielfältig, wie die Bevölkerung, die die Region geprägt hat. Für Wanderer, Erholungssuchende, Wasserratten und Kulturbegeisterte ist die Genussregion Oberösterreich zu allen Jahreszeiten ein attraktives Urlaubsziel, wo man überall gut essen kann. Oft nach überlieferten Rezepten und mit Zutaten aus heimischer Herkunft.

Oberösterreich Spezialitäten zwischen Donau und Enns

Schloss Ort Gmunden Traunsee
Schloss Ort in Gmunden. Foto: myPics.at

In Gmunden am Traunsee serviert man nicht nur zur Kirchweih die „Gmundner Kirchtagsuppe“, bei der Wildfleisch mit Wurzelgemüse und Rotwein verkocht wird. Eine typische Vertreterin der oberösterreichischen Küche ist auch die Topfen-Rahm-Suppe. (Hinweis für unsere deutschen Leser: Topfen ist das österreichische Wort für Quark) Mit klein geschnittenen Erdäpfeln (Kartoffeln), frischen Kräutern und gerösteten Schwarzbrotwürfeln kommt sie auf den Tisch. Nach einer zünftigen Wanderung im Mühlviertel schmeckt ein Mühlviertler Bierschnitzel: Hähnchen- oder Truthahnfilets im Weißbierteig ausgebacken. Dazu gibt es Petersilkartoffeln.Die Nähe zu Bayern hat die oberösterreichische Küche maßgeblich beeinflusst. Im Innviertel isst man gern ein Surbradl. Das ist ein gepöckelter Schweinebauch, zu dem Semmelknödel und Rettichsalat gereicht werden. Unter den Oberösterreich Spezialitäten, die auf vielen Speisekarten zu finden sind, zählen Grießknödeln mit Gselchtem (geräuchertem Kassler) und Sauerkraut.

Beliebte Mehlspeisen in Oberösterreich

Was wäre die Kulinarik Österreichs ohne ihre beliebten Mehlspeisen. Mit diesem Begriff sind sowohl alle erdenklichen Süßspeisen, als auch Kuchen und Torten gemeint, mit und ohen Schlagobers. Welcher Tourist hat noch nicht die berühmten „Salzburger Nockerln“ gekostet, jene fluffige, warm servierte Nachspeise aus Brandteig, die einst von Salome Alt, der Mätresse eines Salzburger Fürsterzbischofs erfunden worden sein soll. Nichts für Kalorienzähler ist die Linzer Torte, die in Oberösterreich nahezu jede Konditorei anbietet. Sie wird aus einem braunen Mürbteig mit Gewürzen und einem Geleebelag aus Ribisln (rote Johannisbeeren) und darüber einem Gitter aus Linzer Masse hergestellt. Das älteste bekannte Tortenrezept der Welt ist das einer Linzer Torte. Es wird im Stift Admont aufbewahrt. In Österreich ist Gastlichkeit Trumpf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.